Haspa Hamburg: Zu Hause
Nordsee, 08 Juli: Die letzten Stunden waren doch schon sehr aufregend, um nicht zu sagen, die Nerven waren zumindest bei mir ein wenig angespannt. Andauernd die Frage "Wie lange noch?" und " Wie viele Meilen noch nach Helgoland und danach wie viele Meilen noch nach Cuxendorf?" lassen einen jeden, der gerade am Rechner sitzt, kontinuierlich seine Arbeit unterbrechen.
Die letzten Meilen sind wir gut vorangekommen. Bei Wind in Böen bis 28 Knoten true sind wir anfänglich mit unserem schweren Spi und später mit dem Reacher eine sehr gute Geschwindigkeit gelaufen. Die Nordsee begrüßt uns, wie ein Segler es sich nur wünscht, der in den letzten Tagen einige Stunden in der Flaute hing. Die Sonne scheint, hohe Wellen und wie bereits erwähnt, eine ordentliche Portion Wind war auch noch dabei. Wir surften hier brav entlang und ein Schrei folgte dem Nächsten, denn wir kommen wieder in fast vergessene Diemensionen was die Zahl auf unserer Speed-Anzeige betrifft. Es bedarf stetig einen neuen Tagesrekord zu brechen und meistens dauert es nicht lange, dann war schon wieder jemand schneller als man selber. Gut so!
Später hatte der Wind ein wenig abgenommen. Bei einer wahren Windgeschwindigkeit von grade mal 11 Knoten schafften wir eine Geschwindigkeit über Grund von ca. 9 Knoten. Die Wellen schoben ein wenig und der Strom war noch eine Weile gegen uns.
Wir sind mit Spi in die Elbe eingelaufen und konnten, dank des Stromes mit uns, einen Speed von 13,5 Knoten über Grund hinlegen. Zum Schluss haben wir noch einmal die Genua 3 gesetzt und sind mit einem Schwung um 06:30 Uhr Ortszeit über die Ziellinie gerutscht. Der Empfang war einmalig. Ein Kasten gekühltes Bier stand parat und auch das Frühstück war bereits angerichtet.
Einige Mamis, Papis, Geschwister und Freunde haben uns in Empfang genommen. Alle wollten wissen, wie es so war. Natürlich war es SUPER. Ich glaube, Einzelheiten kommen im Laufe der nächsten Tage. Es gibt viel zu erzählen, denn man hat in den vergangenen Tagen nicht wenig erlebt!
Frisch geduscht und voller Elan und mit viel Energie, motoren wir Richtung Landungsbrücken, wo der Hauptteil unserer Freunde und Familie wartet. Ich persönlich bin sehr aufgeregt und ich weiß, viele meiner Crew-Kollegen auch.
Liebe Leserinnen und Leser der Berichte von Bord der Haspa Hamburg, in den vergangenen Tagen haben wir versucht so viel Bordleben und Emotionen wie nur möglich in schriftliche Form zu bringen. Sie konnten einen sehr amüsanten Bericht über unseren Vorschiffsaffen Julian, der wirklich immer für Spaß sorgt, ob gewollt oder nicht, lesen. Unser Skipper hat sich auch zwei Mal ausführlich mit interessanten Berichtserstattungen von Bord gemeldet und auch die Backbordwache hat sich gestern in einem sehr schönen Bericht vorgestellt. Selbst der Wachführer aus unserer Wache hat sich mit einem sehr lebhaften Bericht über die Navigation zu Worte gemeldet. Katrin, Tommy und Michael wurden sehr häufig in meinen Berichten genannt, somit sollten alle Crewmitglieder vorgestellt worden sein.
Bis zur nächsten Regatta verbleiben wir mit vielen Grüßen
Im Namen der Haspa Hamburg Crew
Christina Böge
Race Tracker
Ansprechpartner
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